Melchizedek Foren-Archiv 22.08.08 - 05.11.11

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Buddha: Heinrich Scharrelmann

geschrieben von Priesterkönig  am 20.11.2010 um 07:00:51 - als Antwort auf: Präzipitation: balance und Aspekt  von Priesterkönig

Das Gewissen flüstert nur und über-
windet doch jeden Sturm, es siegt
letzten Endes über alles, auch über die
ungebärdigste Leidenschaft. Ich kann
mich vor ihm verstecken, aber was
hilft das! Es findet mich an jedem Ort
und zu aller Zeit. Erst wenn ich seinem
Rat gefolgt biin, gibt es Ruhe. die
Ruhe ist himmlischer Art. Es geht wie
ein wohliges Aufatmen durch mich,
wenn ich einmal ganz getan habe, was
es von mir wünscht. - Aber wie selten
geschieht das. Ich habe einem Freund
ein hartes Wort gesagt. Das Gewissen
mahnt mich an mein Unrecht: Mach
wieder gut, was du verdorben hast. Gewiss werde ich es tun, antworte ich ihm im
Stillen. Ich will ihm, dem ich so schroff entgegentrat, wieder ein freundliches Wort
sagen. Das ist noch nicht genug, mahnt nun das Gewissen. Du musst mehr tun. Du
musst ihm, dem du weh getan hast, eine Extrafreude machen. Beschenke deinen
Freund, denn mehr als ein gutes Wort wirkt eine Tat: die allein kann ihn davon über-
zeugen, dass es dir ernst ist mit dem Vergeltenwollen. Aber die Zeit geht hin, und es
unterbleibt doch. Nochmals mahnt mich mein Gewissen, zweimal, dreimal. Ich ver-
spreche jedes Mal wieder eifrig, seinem Rat zu folgen und schlure die Sache doch
hin. Die nur halb gesühnte Schuld bleibt in mir liegen und drückt irgendwo im Her-
zen wie ein Bleigewicht. Und Tausende solcher Bleikugeln halb oder gar nicht ge-
sühnter Schuld liegen in mir und erschweren mir meinen Lebensweg unbewusst. Man
fühlt sich beschwert und hat längst vergessen, wann und wodurch. Durch die ständi-
ge Last aber wird die Seele matt und müde, sie wird verbittert und unruhig. Wir
werden nervös und gereizt, weil wir nicht wissen, wann und wo wir sie uns aufge-
sackt haben.

Das Gewissen hat Wehmut an der Stelle der Hölle.


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